07.12.2017

Husqvarna Pedelecs - Fotostrecke und erster Eindruck

Vor ein paar Tagen hatten wir die Gelegenheit, auf der Produktpräsentation der neuen Husqvarna Bikes von PEXCO einen ersten Eindruck des kommenden Produktportfolios zu bekommen. Vor Ort in Hamburg war unter anderem Zweiradmechaniker-Meister Cornel aus dem e-motion Technologies Team. Zu sehen gab es einige interessante Trekking eBikes und eMountainbikes, wobei vor allem die Cross und Tourer Serie das Interesse weckte. Wir haben für euch in diesem Artikel unsere ersten Eindrücke zum Fahrverhalten und der Verarbeitung zusammengestellt, eine Fotostrecke der interessantesten Bikes visualisiert dabei das eine oder andere Detail näher.


In unserem ersten Artikel zu den neuen Husqvarna Pedelec Bikes haben wir euch bereits die unterschiedlichen Modelle etwas näher beschrieben. Summa summarum decken die aktuellen Husqvarna Pedelecs in Sachen Modellvielfalt alles ab, was im Moment Standard auf dem Markt der eMountain- und Trekkingbikes ist.

Besonderes Interesse weckte aber der neue integrierte Akku, genannt Linkage-Battery. Diese Akkuschlange, besteht aus sechs flexibel aneinandergereihten Zellkörpern und verschwindet komplett im Unterrohr. Damit ist das Thema Akkuintegration auf eine innovative Art und Weise gelöst.

Aber nun schaut euch die Fotostrecke an und seht selbst, wie die Bikes und Technik im Detail aussehen. Am Ende der Fotostrecke gebe ich den Redaktions-Stab an Cornel ab, der euch von seinen ersten Eindrücken zur Verarbeitung, den Komponenten und dem Fahrverhalten der eMountainbikes erzählt.


Fotostrecke Husqvarna 2018

Das Husqvarna MC5 ist das Einsteigermodell aus der MountainCross Serie 
Schön zu sehen das kantige Unterrohr mit integriertem Akkupack und Vorrichtung für einen Flaschenhalter.

Der RokShox Dämpfer gibt im Heck bis zu 140mm Federweg frei.

Top Modell aus der eMTB Hardtail Serie - das LightCross 5 (LC5)

Seitlich am Unterrohr befindet sich die Abdeckung über welchen sich der Akku entnehmen lässt. 

Die Crosstour Serie - mit Shimano e6000 Mittelmotor und aufgesetztem Akkupack

Der schlank verbaute Shimano e8000 Mittelmotor mit Kettenführung. 


Cooler Lightbutton zum einschalten des eBike Systems - bereits bekannt aus den Focus eMTBs

Einfacher Zugang für das Ladekabel, die Buchse zwischen Sitz- und Unterrohr


Cornels erster Eindruck:
Wie es so meine Art ist, war ich vor der PEXCO  Let's get startet Tour in Hamburg sehr skeptisch und meine Erwartung bezüglich der Husqvarna eBikes waren nicht sehr hoch. Alleine die extrem kurze Vorlaufzeit ließ keine Highlights vermuten. Aber um mein Fazit an dieser Stelle vorweg zu nehmen:  Ich war positiv überrascht! Die Produktqualität in Bezug auf die Verarbeitung, Lackierung und Komponentenauswahl ist sehr gut!

Bis auf den Gran Tourer (schade, denn dieses Modell finde ich besonders interessant) waren alle Modelle in der Ausstellung. Alle Modelle haben Shimano Antriebe (E-6000 + E-8000 Serie). Gefahren bin ich ich folgende Modelle:
  • Mountain Cross MC5 
  • Light Cross 27.5 LC5 
  • Light Cross 29 LC3 

Auf unserer ersten Testfahrt mit dem Husqvarna MC5 waren wir von den Fahreigenschaften begeistert.
Cornels Probefahrt auf dem Husqvarna MC5








Erster Eindruck Husqvarna MC5 2018
Es handelt sich um ein AllMountain MTB mit 140mm Federweg vorne und hinten, einem Shimano E-8000 Antrieb. Die Besonderheit hier ist die Akkuintegration, die einigen von Euch sicherlich noch aus dem Winora Manto Modell bekannt vor kommt. Auch hier war ich nicht frei von Skepsis, was das Gewicht und die Handhabung angeht. Das Gewicht ist tatsächlich relativ leicht und hat eine Kapazität von aktuell 500Wh, im nächsten Schritt soll es noch eine weitere Variant mit über 600Wh geben.
Die Handhabung mit der kleinen Öffnung ist neu und benötigt zur korrekten Entnahme eine kurze Einweisung, da der Akku nicht einfach nach oben herausgezogen, sondern eher herausgerollt wird.
Wenn man einmal weiß, wie´s geht, klappt es sehr einfach.

Durch die flexible Linkage-Batterie wird eine wesentlich kleinere Öffnung im Oberrohr des e-Bikes ermöglicht.
Die Linkage-Batterie in den Husqvarna Pro-Modellen besteht aus flexibel aneinandergereihten Zellpaketen.


Wer jetzt die Augen rollt, wenn er die Ausstattungsliste (SR Suntour Federgabel, Tektro Bremsen) sieht, dem sei gesagt, dass die Funktion ganz hervorragend war. Überhaupt hat das Rad auf der kurzen Teststrecke (Treppe rauf und runter, verwinkelte Auffahrten) eine Menge Spaß vermittelt. Die Geometrie ist sportlich komfortabel, das Handling eher spielerisch, als störrisch. Das Fahrwerk hat ein sehr schönes Ansprechverhalten und hat satt gedämpft. Die Gabel mit 35mm Standrohrdurchmesser ist sehr steif, ich hatte ein sehr direktes Lenkgefühl. Durch die kurzen Kettenstreben und die relaxte Sitzposition gelingen Powerwheelies mühelos. Die Bremsperformance (vorne 4Kolben 203´er Scheibe, hinten 2Kolben mit 180´er Scheibe) war über jeden Zweifel erhaben! Solltet Ihr unbedingt ausprobieren. Schön ist auch die Möglichkeit, einen Flaschenhalter an gewohnter stelle zu montieren. Den Shimano Motor mag ich eh😉! Die restliche Ausstattung (Shimano SLX) funktionierte unauffällig gut. 

Insgesamt muss das Bike keinen Vergleich scheuen mit z.B.:
Haibike XDURO Allmountain 6.0 – 2018
Focus Jam² PLUS LTD - 2018
Giant Full-E+ 1.5 PRO LTD - 2018
Cannondale Moterra 3 - 2018


Von der LC-Reihe (Light Cross) habe ich gleich zwei Bikes getestet. Denn Husqvarna setzt diese Modellreihe gleich zweimal auf - jedes Modell ist in der Variante mit 27,5'' und 29'' zu haben.


Die LightCross-Reihe ist für lange Touren konzipiert, die auch gerne über Offroad-Strecken führen darf.
Der Offroad-taugliche Langstrecken Tourer von Husqvarna: LightCross 5

Erster Eindruck Husqvarna LC5 27,5 2018
Hierbei handelt es sich um ein MTB Hardtail mit 27,5 Bereifung und 100 mm Federweg vorne, was ich etwas wenig finde - selbst für den leichten Offroad-Einsatz. Dies ist aber meine persönliche Meinung.

Die Sitzposition ist auch hier nicht zu gestreckt, was die Charakteristik eines langstreckentauglichen CC-Tourers durchaus unterstreicht. Die Ausstattung ist top mit der elektronischen Kettenschaltung Shimano XT DI2 und dem Shimano E8000. Auch die Linkage Batterie mit 500 Wh findet hier Verwendung.

Das Bike hat auf meiner kurzen Testfahrt mitten in Hamburg durch ein schönes, angenehmes und einfaches handling überzeugt. Durch den steifen Rahmen und die 27,5-Reifen hat das eMTB ein agiles Fahrverhalten und spricht sofort an.

Das MC5 und LC5 von Husqvarna im direkten optischen Vergleich.
Das Husqvarna MountainCross Fully und das Hardtail LightCross.

Mein persönliches Fazit wird allerdings beeinflusst von der Tatsache, dass ich ein Fully-Fan bin. Und genau aus diesem Grund käme das LC5 27,5 mit einem Preis von knapp über 4.000 Euro für mich nicht in Frage - auch wenn die technische Ausstattung diesen Preis rechtfertigt. Für Langstrecken-Fans, die ohnehin lieber Hardtail als Fully fahren, ist dieses LightCross eBike aber durchaus interessant.

Erster Eindruck Husqvarna LC3 29 2018

Die wichtigste Unterscheidung zum LC5 27,5: Das Light Cross 3 wird vom Shimano E6002 auf 29''-Rädern (anstatt 27,5) nach vorne geschoben. Der Motor ist in der Variante mit der „Light Offroad“ Software durch seine deutlich steilere Motorkennlinie, gefühlt kräftiger als in der Standardvariante und fährt sich wirklich sehr angenehm. Der Akku ist semi integriert und der Rahmen ist aufwändig gearbeitet. Eine echte Seltenheit in dieser Klasse ist die elektronische Di2. Das LC3 29 ist ein grundsolides Tourenbike für den leichten Offroad-Einsatz mit der Möglichkeit Schutzbleche und einen Ständer zu montieren. Dieses eMountainbike hat aber im Gegensatz zum LC 27,5 durch die größeren Reifen einen besseren Abrollwiderstand hat - was für mich persönlich besser zum Einsatzgebiet des eBikes passt - aber auch das ist wieder Geschmackssache. Auch hat das Bike eine gute Basis, für einen robusten City-Flitzer, dafür würde ich lediglich die MTB-Reifen durch die Schwalbe BigBen mit Straßenprofil tauschen.




Das eMountainbike Husqvarna LC3 mit elektronischer Di2 Schaltung von Shimano.
Mit der elektronischen Di2 fahren das LC5 und das LC3 der Husqvarna LightCross-Reihe.

Modellaufschrift auf dem Oberrohr des LightCross 3 von Husqvarna.



Weitere Links zum Thema:
- Husqvarna Pedelec Bikes 2018
- Bei e-motion findet ihr die Specs und Preise aller Husqvarna eBike Modelle




Zuletzt aktualisiert am 06.12.2017.

Verfasst von Autor Name.WillLee & Cornel

Kommentare:

  1. mit der Unabhängigkeit ist es also doch vorbei.
    schade.

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  2. ... hm, finde ich nicht. Ich fand es informativ! Vielen Dank!

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  3. Informativ ja, aber verglichen wird leider nur innerhalb des e-motion Sortiments. Andere, interessante Marken wie z.B. KTM, Scott, Specialized oder Cube werden nicht berücksichtigt.

    Kann man jetzt denken was man will, ich finde aber man versucht da etwas schön zu reden.

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    1. Es kommen auch bald wieder Artikel mit dem Speci Levo und Cube. Die Bikes laufen natürlich weiter.
      Aber natürlich liegt es Nahe, auf die Kontakte von e-motion zurückzugreifen, da damit über viel mehr Pedelecs berichtet werden kann.
      Hier gibt es aus meiner Sicht einige interessante Sachen in Form neuer technologischen Entwicklungen auf dem Markt über die ich in der Vergangenheit noch nicht berichtet hatte, bzw. einfach die Mittel dazu nicht zur Verfügung standen.

      Dennoch bin ich für jede Rückmeldung dankbar, da ich es für die Entwicklung dieses Blogs als wichtig erachte den Charakter zu erhalten, jedoch perspektivisch schauen möchte dass es voran geht.
      Eine Art Balanceakt also.

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